Im ländlichen Raum entscheidet sich die Zukunft der Menschheit. Doch wie können genug Jobs und Einkommen in ländlichen Räumen entstehen? Wie kann ein moderne und nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft einen Beitrag zur Lösung dieser Herausforderungen leisten? In der zweiten Ausgabe von „Welt ohne Hunger“ diskutieren unsere Autoren neue wirtschaftliche und politische Impulse, junge afrikanische Unternehmer erzählen ihre Geschichte und wir suchen Antworten auf die Frage wie Globalisierung gerecht gestaltet werden kann, damit auch der ländliche Raum von ihr profitiert.
Afrika steht am Scheideweg. Ob es weiter aufsteigen wird oder wieder zurückfällt, das hängt vor allem davon ab, ob der Kontinent die Bedingungen schafft, in denen sein größtes Potenzial sich entfalten kann – die jugendliche Bevölkerung.
Afrikas größte Herausforderung und zugleich Chance ist die Jugend. Die bedeutendste Frage der Zukunft lautet darum: Zu welcher Waffe wird sie greifen – zur Wählerkarte oder zum Gewehr?
Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.
Die Zukunft ist ländlich. Ende April gaben junge Unternehmer aus Afrika ihrer Generation auf dem G-20 Treffen der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin eine Stimme. "Welt ohne Hunger" hat sechs von ihnen gefragt, wie mehr Jobs auf dem Land geschaffen werden können.
Von der Subsistenzwirtschaft zu einer nachhaltigen und marktfähigen Landwirtschaft: So könnte der Weg zu hundert Millionen Arbeitsplätzen für die Ärmsten Afrikas aussehen.
Zufriedene junge Menschen auf dem Land, grüne Entwicklung und der Anschluss ans digitale Zeitalter – auch in Afrika hält Professor Joachim von Braun dieses Zukunftsszenario für möglich. Seit drei Jahrzehnten erforscht der Agrarwissenschaftler, welche Stellschrauben der Politik zur Schaffung von Wohlstand auf dem Kontinent zur Verfügung stehen
Lutz Hartmann hat sich mit der Pacht einer dreihundert Hektar großen Obstplantage in Äthiopien einen lang gehegten Traum verwirklicht: In Afrika ein eigenes Unternehmen zu führen. Nun geht ihn die Frage, wie sich Afrika entwickelt, auch persönlich an.
Im Jahr 2030 kommt jeder dritte Mensch, der Arbeit sucht, aus Afrika. Heute ist menschenwürdige Arbeit auf dem Kontinent noch Mangelware. Doch kann die Entwicklung des ländlichen Raums das Problem lösen.